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Kommunikationsfähigkeit im Lebenslauf: So überzeugen Sie deutsche Arbeitgeber

92% der deutschen Unternehmen bewerten Soft Skills als genauso wichtig wie Fachkenntnisse. Doch 'kommunikationsstark' allein reicht nicht. Lernen Sie, wie Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit im Lebenslauf nachweisbar belegen.

AI ResumeGuru Team
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9 min read

"Kommunikationsstark."

Steht in 90% aller Lebensläufe. Sagt nichts aus. Belegt nichts.

92%

der deutschen Unternehmen

bewerten Soft Skills als mindestens genauso wichtig wie Fachkenntnisse

Source: Stepstone Recruiting Studie, 2024

Kommunikationsfähigkeit steht in Deutschland auf Platz 1 der gefragtesten Soft Skills. Doch die bloße Behauptung "kommunikationsfähig" ist im deutschen Bewerbungskontext unzureichend. Deutsche Personalverantwortliche erwarten Fakten, keine Marketing-Floskeln.

Die Lösung? Nicht behaupten. Belegen.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Kommunikationsfähigkeit durch konkrete Beispiele und messbare Ergebnisse nachweisen, angepasst an die Erwartungen des deutschen Arbeitsmarktes.

Strategie für Kommunikationsfähigkeit

  • Nicht auflisten: "Kommunikationsstark" ohne Belege
  • Stattdessen zeigen: Tätigkeitsbeschreibungen mit konkreten Kommunikationserfolgen
  • Präzise sein: Art der Kommunikation spezifizieren (schriftlich, mündlich, Präsentation)
  • Quantifizieren: Zielgruppengröße, Reichweite, Verhandlungsergebnisse
  • Sie/Du beachten: Branchenübliche Anredeform kennen und anwenden

Das Problem mit allgemeinen Kommunikationsaussagen

Seien wir direkt: "Kommunikationsfähigkeit" als Schlagwort im Lebenslauf ist verschenkter Platz.

Warum allgemeine Behauptungen nicht überzeugen

Was Sie schreibenWas Personalverantwortliche denken
Ausgeprägte KommunikationsfähigkeitDas behauptet jeder. Wo sind die Belege?
Kommunikationsstark in Wort und SchriftWas bedeutet das konkret? Beispiele fehlen.
Gute kommunikative FähigkeitenDas sagt mir nichts über Ihre tatsächlichen Leistungen.
Teamfähig und kontaktfreudigZeigen Sie es mir, behaupten Sie es nicht.

Was tatsächlich überzeugt

Allgemeine BehauptungBelegter Erfolg
KommunikationsstarkPräsentierte Quartalsergebnisse vor 50 Führungskräften, Budgeterhöhung von 2 Mio. Euro genehmigt
Gute schriftliche KommunikationVerfasste technische Dokumentation, die von 1.200+ Entwicklern weltweit genutzt wird
Erfahrung in PräsentationenHielt 30+ Kundenpräsentationen mit 85% Abschlussquote
Effektive TeamkommunikationLeitete Daily Stand-ups für 12-köpfiges Team, Verzögerungen durch Missverständnisse um 40% reduziert

Die Sie/Du-Frage im Berufsalltag

Ein Aspekt der Kommunikationsfähigkeit, der auf dem deutschen Arbeitsmarkt besonders wichtig ist: die richtige Anredeform.

Branchenübliche Anredeformen

BrancheÜbliche AnredeHinweise
Tech/StartupsDu (60%+)Englisch oft Arbeitssprache, informelle Kultur
Mittelstand/IndustrieSieFormell, hierarchiebewusst
Automobil (BMW, VW, Mercedes)SieTraditionell, Deutschkenntnisse B2+ erwartet
Finanzwesen/BeratungSieTitel werden beachtet ("Herr Doktor")
Öffentlicher DienstSieStreng formell

Die Grundregel

Die ranghöhere Person bietet das Du an. Im Bewerbungsprozess verwenden Sie grundsätzlich "Sie", bis Ihnen das "Du" explizit angeboten wird.

Im Lebenslauf: Formulieren Sie neutral, ohne direkte Anrede. In Anschreiben verwenden Sie "Sehr geehrte Damen und Herren" bzw. "Sehr geehrte Frau [Name]" / "Sehr geehrter Herr [Name]".


Arten der Kommunikationsfähigkeit

Kommunikation ist keine einzelne Fähigkeit, sondern eine Kategorie. Differenzieren Sie:

Schriftliche Kommunikation

Schriftliche Kommunikationsfähigkeiten

  • Geschäftskorrespondenz (Geschäftsbriefe, E-Mails, Protokolle)
  • Technische Dokumentation (Anleitungen, Spezifikationen)
  • Berichte und Analysen (Quartalsberichte, Auswertungen)
  • Marketing-Texte (Werbetexte, Newsletter)
  • Konzepte und Proposals (Projektanträge, Businesspläne)
  • Executive Summaries und Management-Briefings

Mündliche Kommunikation

Mündliche Kommunikationsfähigkeiten

  • Präsentationen und Vorträge
  • Meetingmoderation und Besprechungsleitung
  • Verhandlungsführung
  • Kundengespräche und Beratung
  • Schulungen und Trainings
  • Telefon- und Videokonferenzen

Interpersonelle Kommunikation

Interpersonelle Kommunikationsfähigkeiten

  • Aktives Zuhören
  • Konfliktlösung und Kompromissfindung
  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit
  • Stakeholder-Management
  • Feedback geben und annehmen
  • Kontaktpflege und Vernetzung

Kommunikationsfähigkeit belegen: Die deutsche Methode

Deutsche Lebensläufe gelten als faktenbasierte Dokumente, nicht als Marketing-Material. Hier einige bewährte Methoden, um Kommunikationsfähigkeit nachweisbar zu belegen:

1. Zertifikate und Weiterbildungen

Deutsche Arbeitgeber schätzen formale Qualifikationen:

  • Rhetorik-Seminar, IHK München
  • Verhandlungstraining nach Harvard-Methode
  • Kommunikation und Gesprächsführung, VHS Hamburg
  • Moderationstraining, Haufe Akademie
  • Business English Certificate, Cambridge

2. Messbare Ergebnisse

Quantifizieren Sie Ihre Kommunikationsleistungen:

Ohne ZahlenMit Zahlen
Hielt Präsentationen vor der GeschäftsführungPräsentierte Quartalsanalysen vor 8 Vorstandsmitgliedern, 3 Mio. Euro Investition genehmigt
Verfasste DokumentationErstellte technische Dokumentation für 800+ Entwickler, Support-Anfragen um 45% reduziert
Führte KundengesprächeBetreute 50 Key Accounts mit 5 Mio. Euro Jahresumsatz
Leitete MeetingsModerierte wöchentliche Sprint-Reviews mit 15 Teilnehmern, Projektgeschwindigkeit um 20% gesteigert

3. Konkrete Kontexte nennen

Beschreiben Sie die Situation, nicht nur die Fähigkeit:

"Moderierte monatliche Strategiemeetings mit Vertretern aus 5 Abteilungen (Vertrieb, Marketing, Entwicklung, Finanzen, Operations) zur Abstimmung der Produktroadmap"


Formulierungen für Ihren Lebenslauf

Verwenden Sie diese Formulierungen in Ihren Tätigkeitsbeschreibungen, nicht als isolierte Auflistung.

Für schriftliche Kommunikation

Berichte und Dokumentation:

  • Verfasste [Berichtsart] für [Zielgruppe]
  • Erstellte Dokumentation, die Support-Anfragen um [%] reduzierte
  • Entwickelte Executive Summaries für [Vorstand/Geschäftsführung]
  • Schrieb technische Spezifikationen für [Projekt/System]
  • Erstellte monatliche Statusberichte für [Stakeholder-Gruppe]

Geschäftskorrespondenz:

  • Führte Korrespondenz mit [Kunden/Partnern] im Namen der Geschäftsleitung
  • Verfasste Geschäftsbriefe nach DIN 5008 Standard
  • Entwickelte E-Mail-Vorlagen, die von [Anzahl] Mitarbeitern genutzt werden

Konzepte und Proposals:

  • Erstellte Projektanträge im Wert von [Betrag]
  • Verfasste Konzepte, die [Ergebnis] erzielten
  • Entwickelte Business Cases für [Investitionssumme]

Für mündliche Kommunikation

Präsentationen:

  • Präsentierte [Thema] vor [Zielgruppe] mit [Anzahl] Teilnehmern
  • Hielt Keynote-Vortrag bei [Konferenz/Veranstaltung]
  • Leitete [Schulungen/Workshops] für [Anzahl] Teilnehmer
  • Führte Produktdemonstrationen durch mit [%] Abschlussquote
  • Präsentierte Quartalsergebnisse vor der Geschäftsführung

Meetings und Moderation:

  • Moderierte [Meeting-Art] für [Teamgröße/bereichsübergreifende Gruppen]
  • Leitete Daily Stand-ups für [Anzahl]-köpfiges Team
  • Moderierte [Podiumsdiskussion/Diskussionsrunde] bei [Veranstaltung]
  • Koordinierte wöchentliche Abstimmungstermine über [Anzahl] Abteilungen hinweg

Verhandlungen und Kundenkontakt:

  • Führte Verhandlungen mit [Kundentyp] über [Gegenstand]
  • Verhandelte Verträge im Wert von [Betrag] mit [Kundentyp]
  • Betreute Kundenbeziehungen mit [Betrag] Jahresumsatz
  • Löste Kundeneskalationen mit [%] Zufriedenheitsrate

Für interpersonelle Kommunikation

Zusammenarbeit:

  • Arbeitete mit [Anzahl] Abteilungen zusammen für [Projekt]
  • Koordinierte bereichsübergreifende Initiative mit [Anzahl] Stakeholdern
  • Baute Beziehungen zu Schlüsselpartnern auf, Ergebnis: [Outcome]

Konfliktlösung und Feedback:

  • Vermittelte bei Teamkonflikten, Produktivität um [%] gesteigert
  • Führte Mitarbeitergespräche mit [Anzahl] direkten Mitarbeitern
  • Löste Abteilungskonflikte, die [Projekt/Timeline] betrafen
  • Moderierte schwierige Gespräche mit [positivem Ergebnis]

Stakeholder-Management:

  • Managte Erwartungen von [Anzahl] Projekt-Stakeholdern
  • Berichtete Projektstatus an Executive Sponsors
  • Brachte [Anzahl] Teams auf gemeinsame Ziele zusammen
  • Übersetzte technische Konzepte für nicht-technische Zielgruppen

Branchenspezifische Formulierungen

Tech und Startups

Besonderheiten:

  • Englisch oft Arbeitssprache (54% der Kommunikation)
  • Informelle Du-Kultur
  • Agile Kommunikationsformate (Stand-ups, Retros)

Beispielformulierungen:

• Verfasste API-Dokumentation in Englisch, genutzt von 500+ externen Entwicklern
• Moderierte Sprint-Retrospektiven für 3 cross-funktionale Teams
• Präsentierte technische Architektur vor Investoren, 5 Mio. Euro Finanzierung gesichert
• Übersetzte komplexe technische Anforderungen für Product Owner und Stakeholder

Mittelstand und Industrie

Besonderheiten:

  • Deutsch als Arbeitssprache (B2+ erwartet)
  • Formelle Sie-Kultur
  • Hierarchiebewusste Kommunikation

Beispielformulierungen:

• Berichtete monatlich an Geschäftsführung über Projektfortschritt und Budgetstatus
• Koordinierte Kommunikation zwischen Fertigung und Entwicklung
• Verfasste Verfahrensanweisungen nach ISO 9001 Standard
• Leitete Lieferantenverhandlungen mit Einsparungen von 15%

Automobilbranche (BMW, VW, Mercedes, Zulieferer)

Besonderheiten:

  • Strenge Prozesskonformität
  • Matrix-Organisation erfordert ausgeprägte Abstimmungsfähigkeit
  • Internationale Teams, aber deutsche Fachsprache wichtig

Beispielformulierungen:

• Koordinierte Abstimmungen zwischen OEM und 12 Tier-1-Zulieferern
• Präsentierte Projektstatus in monatlichen Lenkungskreisen
• Verfasste Lastenheft und Pflichtenheft für [Projekt]
• Moderierte interdisziplinäre FMEA-Workshops

Finanzwesen und Beratung

Besonderheiten:

  • C1 Deutsch erforderlich
  • Titel werden beachtet (Herr/Frau Doktor)
  • Formelle Geschäftskorrespondenz

Beispielformulierungen:

• Präsentierte Investmentperformance vor Vorstand und Aufsichtsrat
• Verfasste Quartalsberichte für institutionelle Anleger
• Leitete Client-Workshops zur strategischen Neuausrichtung
• Beriet C-Level-Entscheider bei Transformationsprojekten

Öffentlicher Dienst

Besonderheiten:

  • Streng formelle Kommunikation
  • Schriftliche Dokumentation besonders wichtig
  • Klare Hierarchien

Beispielformulierungen:

• Erstellte Bescheide und Bescheidvorlagen für [Bereich]
• Verfasste Stellungnahmen für [Ministerium/Behörde]
• Koordinierte Abstimmungen zwischen [Anzahl] Referaten
• Betreute Bürgeranfragen mit durchschnittlicher Bearbeitungszeit von [X] Tagen

Geschäftsbriefe und E-Mail-Kommunikation

Eine oft unterschätzte Kommunikationskompetenz: die Beherrschung formeller Korrespondenzstandards.

Was Sie im Lebenslauf zeigen können

  • Kenntnis der DIN 5008 Norm für Geschäftsbriefe
  • Erfahrung in professioneller E-Mail-Kommunikation
  • Verfassen von Protokollen und Aktennotizen

Korrekte Anrede und Grußformel

Im Anschreiben und in geschäftlicher Korrespondenz:

SituationAnredeGrußformel
Unbekannter EmpfängerSehr geehrte Damen und Herren,Mit freundlichen Grüßen
Bekannter NameSehr geehrte Frau [Name], / Sehr geehrter Herr [Name],Mit freundlichen Grüßen
Mit TitelSehr geehrte Frau Dr. [Name],Mit freundlichen Grüßen
Nach persönlichem KontaktSehr geehrte Frau [Name],Mit freundlichen Grüßen

Tätigkeitsbeschreibungen nach Berufsfeld

Vertrieb

• Führte 50+ Erstgespräche monatlich, 30% Conversion zu Produktdemos
• Verhandelte Rahmenverträge mit durchschnittlich 250.000 Euro Volumen
• Präsentierte Lösungen vor Entscheidern bei DAX-Unternehmen
• Erstellte Vertriebsunterlagen, die vom 15-köpfigen Team übernommen wurden
• Betreute 40 Key Accounts mit 95% Verlängerungsquote

Marketing

• Verfasste Newsletter-Kampagnen mit 28% Öffnungsrate (Branchendurchschnitt: 14%)
• Entwickelte Markenbotschaften für die gesamte Unternehmenskommunikation
• Präsentierte Kampagnenergebnisse vor der Geschäftsleitung, 40% Budgeterhöhung genehmigt
• Erstellte Content mit 50.000 monatlichen Besuchern und 500 Leads
• Koordinierte Messaging mit Vertrieb, Lead-Qualität um 35% verbessert

Führungspositionen

• Leitete wöchentliche Team-Meetings für 12 direkte Mitarbeiter, Alignment-Score um 40% verbessert
• Präsentierte Quartalsergebnisse vor Vorstand
• Führte Mitarbeitergespräche, 3 Beförderungen und 15% Teamwachstum
• Vermittelte bei abteilungsübergreifenden Konflikten, Projektverzögerungen um 25% reduziert
• Kommunizierte Unternehmensveränderungen an 200+ Mitarbeiter während Restrukturierung

Technische Berufe

• Verfasste technische Dokumentation für 500+ Entwickler weltweit
• Präsentierte Systemarchitektur vor nicht-technischen Stakeholdern für Budgetfreigabe
• Leitete Wissenstransfer-Sessions mit 30+ Ingenieuren
• Erstellte API-Dokumentation, Support-Tickets um 60% reduziert
• Übersetzte komplexe technische Konzepte für Produkt- und Marketing-Teams

Kundenservice

• Bearbeitete 50+ Kundenanfragen täglich mit 98% Zufriedenheitsrate
• Deeskalierte Beschwerden, Kritiker zu Empfehlern gemacht (15% Weiterempfehlungsrate)
• Erstellte FAQ-Dokumentation, Wiederholungsanfragen um 30% reduziert
• Schulte 8 neue Teammitglieder in Kommunikationsstandards
• Bearbeitete sensible Kundensituationen mit Empathie und Professionalität

Aktionsverben für Kommunikation

Beginnen Sie Ihre Tätigkeitsbeschreibungen mit starken, kommunikationsspezifischen Verben:

Für schriftliche Kommunikation

Verfasste, Erstellte, Dokumentierte, Entwickelte, Formulierte, Konzipierte, Protokollierte, Publizierte

Für mündliche Kommunikation

Präsentierte, Vermittelte, Moderierte, Erläuterte, Berichtete, Schulte, Beriet, Informierte

Für Verhandlung und Überzeugung

Verhandelte, Überzeugte, Akquirierte, Gewann, Vermittelte, Schlichtete, Einigte

Für Zusammenarbeit und Koordination

Koordinierte, Abstimmte, Vernetzte, Pflegte, Begleitete, Vermittelte, Moderierte

Für Führungskommunikation

Führte, Leitete, Anleitete, Motivierte, Coachte, Delegierte, Wies an


Kommunikation im Kenntnisbereich

Falls Sie Kommunikationsfähigkeiten im Kenntnisbereich auflisten, seien Sie spezifisch:

Zu allgemeinSpezifisch und aussagekräftig
KommunikationsfähigkeitVerhandlungsführung, Präsentationstechnik, Stakeholder-Management
Mündliche und schriftliche KommunikationModeration, Technische Dokumentation, Executive Reporting
TeamfähigkeitCross-funktionale Zusammenarbeit, Konfliktmediation, Feedback-Kultur

Spezifische Kommunikationskenntnisse

Präzise Kommunikationskenntnisse

  • Executive Communication
  • Technische Dokumentation
  • Präsentationstechnik
  • Verhandlungsführung
  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit
  • Stakeholder-Management
  • Werbetexten / Copywriting
  • Content-Strategie
  • Moderationstechnik
  • Schulung und Training
  • Konfliktlösung
  • Interkulturelle Kommunikation

Häufige Fehler vermeiden

Fehler 1: Behaupten ohne Belege

Nicht empfohlenStattdessen
Kenntnisse: Kommunikation, Teamarbeit, PräsentationenHielt Keynote-Vorträge bei 3 Branchenkonferenzen (je 500+ Teilnehmer)

Fehler 2: Zu vage bleiben

Zu vageKonkret
Kommunizierte mit StakeholdernPräsentierte wöchentliche Projekt-Updates vor 8 Führungskräften, Fortführung der Finanzierung gesichert
Gute SchreibfähigkeitenVerfasste 50+ Blogartikel mit 200.000 organischen Aufrufen und 5.000 Newsletter-Abonnenten

Fehler 3: Falsche Kommunikationsart für die Rolle

Die Kommunikationsfähigkeiten eines Softwareentwicklers unterscheiden sich von denen eines Vertrieblers. Passen Sie Ihre Beispiele an:

RollentypBetonen SieWeniger relevant
VertriebVerhandlungen, Präsentationen, BeziehungsaufbauTechnische Dokumentation
EntwicklungDokumentation, technische Erklärungen, ZusammenarbeitKaltakquise, Keynote-Vorträge
MarketingWerbetexte, Content-Erstellung, Kampagnen-KommunikationTechnische Dokumentation
FührungMeetingmoderation, Feedback, Strategische AusrichtungOperative Texterstellung

Kommunikation nach Karrierestufe

Berufseinsteiger

Konzentrieren Sie sich auf:

  • Präsentationen im Studium
  • Kundenkontakt (Praktika, Nebenjobs)
  • Schriftliche Arbeiten (Abschlussarbeit, Projekte)
  • Teamarbeit in Gruppenprojekten

Beispiel:

Präsentierte Bachelorarbeit vor Prüfungskommission aus 3 Professoren, Note 1,3

Erfahrene Fachkräfte

Konzentrieren Sie sich auf:

  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit
  • Kunden- und Stakeholder-Management
  • Teamkommunikation und Koordination
  • Professionelle Berichte und Dokumentation

Beispiel:

Moderierte wöchentliche cross-funktionale Meetings zur Abstimmung von Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung bei Go-to-Market-Strategie

Führungskräfte

Konzentrieren Sie sich auf:

  • Vorstands- und Aufsichtsratskommunikation
  • Externe Kommunikation (Medien, Partner)
  • Unternehmensweite Botschaften
  • Strategische Einflussnahme und Ausrichtung

Beispiel:

Präsentierte Jahresstrategie vor Aufsichtsrat, Genehmigung für 20-Mio.-Euro-Expansionsinitiative erhalten


Checkliste für Ihren Lebenslauf

Kommunikationsfähigkeit-Check

  • Allgemeine Formulierung 'kommunikationsfähig' durch Belege ersetzt
  • Konkrete Tätigkeitsbeschreibungen mit Kommunikationserfolgen
  • Kommunikationsleistungen wo möglich quantifiziert
  • Beispiele auf Zielposition abgestimmt
  • Verschiedene Kommunikationsarten abgedeckt (schriftlich, mündlich, interpersonell)
  • Starke kommunikationsspezifische Aktionsverben verwendet
  • Kommunikationsfähigkeiten auf Stellenbeschreibung abgestimmt
  • Angemessenes Niveau für Karrierestufe gezeigt
  • Sie/Du-Konventionen der Zielbranche berücksichtigt

Fazit

Kommunikationsfähigkeit ist unerlässlich. Das weiß jeder.

Was starke Kandidaten von der Masse unterscheidet, ist nicht die Behauptung von Kommunikationsfähigkeit, sondern der Nachweis durch spezifische, quantifizierte Erfolge.

Sagen Sie Personalverantwortlichen nicht, dass Sie gut kommunizieren. Zeigen Sie ihnen die Präsentationen, die Sie gehalten haben, die Dokumentationen, die Sie verfasst haben, die Verhandlungen, die Sie geführt haben, und die Teams, die Sie zusammengebracht haben.

Belege schlagen Behauptungen. Immer.

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Weiterführende Ressourcen

Frequently Asked Questions

Sollte ich Kommunikationsfähigkeit im Lebenslauf erwähnen?

Ja, aber nicht als bloße Behauptung wie 'kommunikationsstark'. Deutsche Personalverantwortliche erwarten konkrete Belege: Präsentationen vor Führungskräften, verfasste Dokumentationen, geleitete Verhandlungen. Zeigen Sie Ergebnisse, nicht nur Eigenschaften.

Welche Kommunikationsfähigkeiten gehören in den Lebenslauf?

Unterscheiden Sie zwischen schriftlicher Kommunikation (Berichte, Geschäftsbriefe, Dokumentation), mündlicher Kommunikation (Präsentationen, Verhandlungen, Meetings), und interpersoneller Kommunikation (Konfliktlösung, Teamarbeit, Stakeholder-Management). Belegen Sie jede mit konkreten Beispielen.

Wie belege ich Kommunikationsfähigkeit überzeugend?

Nutzen Sie messbare Ergebnisse: 'Präsentierte Quartalsergebnisse vor 30 Führungskräften', 'Verfasste technische Dokumentation für 500+ Entwickler', 'Verhandelte Verträge im Wert von 2 Mio. Euro'. Deutsche Arbeitgeber schätzen faktenbasierte Lebensläufe.

Reicht 'ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit' im Lebenslauf?

Nein. Diese Formulierung ist zu allgemein und ohne Belege wertlos. Jeder Bewerber behauptet, kommunikativ zu sein. Der Unterschied liegt im Nachweis: Welche Zielgruppen haben Sie erreicht? Welche Verhandlungen geführt? Welche Teams koordiniert?

Wo gehört Kommunikationsfähigkeit im Lebenslauf hin?

Kommunikationsfähigkeit sollte durch Ihre gesamte Berufserfahrung hindurch sichtbar werden, nicht nur im Abschnitt 'Kenntnisse'. Integrieren Sie konkrete Beispiele in Ihre Tätigkeitsbeschreibungen. Falls Sie Soft Skills separat auflisten, seien Sie präzise: 'Verhandlungsführung' oder 'Technische Dokumentation' statt 'Kommunikation'.

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