Sie haben Ihren Lebenslauf durch einen ATS-Scanner laufen lassen. Er sagt 52%.
Panik setzt ein. Ist das furchtbar? Sollten Sie alles umschreiben? Bedeutet das, Sie werden nie eingestellt?
Durchatmen. Lassen Sie uns entschlüsseln, was diese Zahl wirklich bedeutet.
Ziel-Match-Rate
Die sichere Zone, in der die meisten Lebensläufe ATS-Filter passieren und menschliche Augen erreichen
Source: Jobscan Research, 2024
Was niemand Ihnen über ATS-Scores sagt: Sie sind keine Noten. Sie sind Match-Raten. Und diesen Unterschied zu verstehen ist der Schlüssel um nicht verrückt zu werden.
Die schnelle Antwort
- Ein „guter" ATS-Score ist 75-80% oder höher
- 100% ist nicht das Ziel — es signalisiert oft Keyword-Stuffing
- Der Score misst Keyword-Match, nicht Lebenslauf-Qualität
- Jede Stellenbeschreibung erzeugt einen anderen Score — es gibt keine universelle Zahl
Was ist ein ATS-Score wirklich?
Ein ATS-Score (Bewerbermanagementsystem-Score) ist ein Match-Prozentsatz, der zeigt wie gut Ihr Lebenslauf mit einer spezifischen Stellenbeschreibung übereinstimmt.
Es ist keine Note auf Ihre Karriere. Es ist eher wie ein Kompatibilitäts-Score — wie diese Prozente bei Dating-Apps.
Wie ATS-Scoring funktioniert
Das System vergleicht Ihren Lebenslauf mit der Stellenbeschreibung und berechnet:
- Keyword-Matches: Enthält Ihr Lebenslauf die erforderlichen Skills, Tools und Qualifikationen?
- Titel-Alignment: Matcht Ihr Jobtitel das, wofür sie einstellen?
- Skills-Coverage: Sind die „Must-Have"-Anforderungen vorhanden?
- Häufigkeit: Erscheinen wichtige Keywords mehr als einmal?
Die Mathematik hinter dem Score
Verschiedene ATS-Plattformen berechnen unterschiedlich, aber die allgemeine Formel:
ATS Score = (Keywords in Ihrem Lebenslauf gefunden / Keywords in Stellenbeschreibung erfordert) × 100
Wenn eine Stellenbeschreibung Python, SQL und Machine Learning erwähnt — und Ihr Lebenslauf nur Python hat — sind Sie bereits bei 33% für diese Skills.
Die magische Zahl: Welchen Score sollten Sie anstreben?
| Score-Bereich | Was es bedeutet | Aktion nötig |
|---|---|---|
| 90%+ | Starker Match — möglicherweise über-optimiert | Auf Keyword-Stuffing prüfen |
| 75-89% | ✅ Sweet Spot — gute Chance durchzukommen | Sie kommen wahrscheinlich durch |
| 60-74% | Grenzwertig — hängt von Konkurrenz ab | 3-5 fehlende Keywords hinzufügen |
| Unter 60% | Wahrscheinlich gefiltert | Größeres Tailoring nötig |
Warum 75-80% das Ziel ist
Warum 75-80% funktioniert
- Hoch genug um die meisten ATS-Filter zu passieren
- Niedrig genug um Keyword-Stuffing-Flags zu vermeiden
- Lässt Raum für natürliches Schreiben
- Wettbewerbsfähig gegen andere Bewerber
- Nachhaltig über mehrere Bewerbungen
Warum 100% nach hinten losgeht
- 100%-Scores wirken oft robotisch auf Menschen
- Über-Optimierung verschwendet Zeit
- Perfekte Scores jagen erzeugt Angst
- Jeder Job hat ohnehin andere Keywords
Die Über-Optimierungs-Falle
Ein Recruiter teilte auf LinkedIn: „Ich habe Lebensläufe mit 95% ATS-Scores gesehen die für Menschen unlesbar waren. Sie haben jedes Keyword in eine Textwand gestopft. Die gehen direkt auf 'Nein.'"
Der Score bringt Sie am Roboter vorbei. Ihr tatsächlicher Inhalt bringt Sie am Menschen vorbei.
Was Ihren ATS-Score wirklich killt
Es geht nicht nur um fehlende Keywords. Diese stillen Killer zerstören Ihren Score bevor Sie überhaupt anfangen:
1. Falsches Dateiformat
| Format | ATS-Kompatibilität |
|---|---|
| .docx (Word) | ✅ Beste Kompatibilität |
| .pdf (textbasiert) | ✅ Gut für die meisten modernen ATS |
| .pdf (bildbasiert) | ❌ Kann nicht geparst werden |
| .pages, .odt | ❌ Parsen möglicherweise nicht korrekt |
2. Tabellen, Spalten und Grafiken
ATS-Systeme lesen links-nach-rechts, oben-nach-unten. Mehrspaltenlayouts verwirren sie.
Was passiert: Ihr sorgfältig designter zweispaltiger Lebenslauf wird zu durcheinander geworfenen Text in der ATS-Datenbank.
Die Lösung: Einspaltiges Layout nutzen oder sicherstellen, dass kritische Info in der primären (linken) Spalte ist.
3. Die offensichtlichen Keywords fehlen
Der #1 Score-Killer: den exakten Jobtitel nicht inkludieren, für den sie einstellen.
wahrscheinlicher zum Interview
wenn Ihr Lebenslauf den exakten Jobtitel aus der Ausschreibung enthält
Source: Jobscan Study
Wenn sie einen „Product Marketing Manager" einstellen, sollte Ihr Lebenslauf „Product Marketing Manager" sagen — nicht nur „Marketing Manager."
4. Abkürzungen ohne Ausschreibungen (oder umgekehrt)
ATS sucht vielleicht nach „SEO" oder „Suchmaschinenoptimierung" — nicht beides.
Die Lösung: Beide Versionen inkludieren: „Suchmaschinenoptimierung (SEO)"
Der 15-Minuten ATS-Optimierungsprozess
- 1
Baseline-Scan durchführen
Lebenslauf und Stellenbeschreibung in einen Keyword-Scanner einfügen. Start-Score notieren.
- 2
Fehlende 'Must-Have'-Keywords identifizieren
Hard Skills, Tools und Zertifizierungen fokussieren, die mehrmals in der JD erwähnt werden.
- 3
3-5 fehlende Keywords natürlich hinzufügen
Nicht stopfen. In Erfahrungs-Stichpunkte und Skills-Bereich einweben.
- 4
Jobtitel matchen
Wenn Ihr Titel ähnlich aber nicht exakt war, Ziel-Titel in Klammern hinzufügen oder Zusammenfassung anpassen.
- 5
Erneut scannen und verifizieren
Auf 75%+ zielen. Wenn Sie da sind, aufhören zu optimieren und absenden.
Der schnellste Fix
80% Ihrer ATS-Score-Verbesserung kommt von:
- Den exakten Jobtitel hinzufügen
- Die Top-5-Skills aus der JD inkludieren
- Sowohl Abkürzungen als auch ausgeschriebene Versionen nutzen
Das sind 10 Minuten Arbeit für den Großteil Ihres Score-Boosts.
Warum Ihr Score pro Job variiert
Das verwirrt viele: Sie scannen denselben Lebenslauf gegen zwei Jobs und bekommen 82% für einen, 54% für den anderen.
Das ist normal.
Der Score ist relativ zu dieser spezifischen Stellenbeschreibung. Verschiedene Jobs = verschiedene Keyword-Anforderungen = verschiedene Scores.
Deshalb:
- Können Sie nicht einen „hoch-scorenden" Lebenslauf für alle Jobs erstellen
- Ist Tailoring für jede Bewerbung wichtig
- Funktioniert ein „Master-Lebenslauf"-Ansatz am besten (ein umfassendes Dokument das Sie anpassen)
ATS-Score-Mythen (entlarvt)
Mythos: Weißer Text mit versteckten Keywords boostet Ihren Score
Das war ein Trick von 2015. Moderne ATS-Systeme erkennen versteckten Text und markieren ihn als betrügerisch. Recruiter können ihn auch sehen. Ergebnis: Sofortige Ablehnung.
Mythos: Sie müssen jedes Keyword aus der JD inkludieren
Sie brauchen keine 100% Coverage. Fokussieren Sie auf die Must-Have-Skills in der ersten Hälfte der Anforderungen. Nice-to-Haves werden weniger gewichtet.
Mythos: Ein hoher ATS-Score garantiert ein Interview
Der Score bringt Sie gesehen. Ihre tatsächliche Erfahrung, Erfolge und Fit bringen Ihnen das Interview. Ein 95%-Score ohne relevante Erfahrung verliert immer noch gegen einen 75%-Score mit dem richtigen Background.
Das Fazit
Ein guter ATS-Score ist 75-80%. Das ist das Ziel.
Aber hier ist was mehr zählt: Der Score ist nur ein Filter um gesehen zu werden. Ihre tatsächlichen Erfolge, Erfahrung und wie Sie sie präsentieren — das ist es, was Sie eingestellt bekommt.
Optimieren um am Roboter vorbeizukommen. Dann einen Lebenslauf schreiben, der den Menschen beeindruckt.
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Lebenslauf scannenWeiterführende Ressourcen
- Lebenslauf-Optimierung — Komplette ATS-Strategie
- Keywords aus Stellenbeschreibung extrahieren — Die richtigen Keywords finden
- ATS-Keywords nach Branche — Branchenspezifische Keyword-Listen
- Lebenslauf-Beispiele — Optimierte Lebensläufe in Aktion sehen
- Lebenslauf-Vorlagen — ATS-optimierte Designs
Frequently Asked Questions
Welchen ATS-Score brauche ich für ein Interview?
Streben Sie 75-80%+ Match-Rate an. Studien zeigen, dass Lebensläufe mit 75% oder höher signifikant wahrscheinlicher ATS-Filter passieren. Es gibt keinen universellen 'Besteh'-Score — jedes Unternehmen setzt eigene Schwellen.
Ist ein 100% ATS-Score gut?
Nicht unbedingt. Ein 100%-Score deutet oft auf Keyword-Stuffing hin, was nach hinten losgehen kann wenn Menschen Ihren Lebenslauf prüfen. Streben Sie 75-85% an — genug um Filter zu passieren während der Lebenslauf natürlich und lesbar bleibt.
Wie prüfe ich den ATS-Score meines Lebenslaufs?
Nutzen Sie Lebenslauf-Scanning-Tools wie Jobscan, Teal oder ResumeGurus Keyword-Scanner. Diese vergleichen Ihren Lebenslauf mit einer spezifischen Stellenbeschreibung und zeigen Match-Prozent plus fehlende Keywords.
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